Zum 17. Mal veranstaltete der Lions Club Düren-Rurstadt am zweiten Wochenende der Annakirmes sein traditionelles Entenrennen auf der Rur. Da der Wasserstand an jenem Samstag jedoch niedrig war, benötigten die Enten im ersten Rennen etwa eine Stunde für die bekannte Strecke – von der Dr.-Overhues-Allee (nahe dem Seniorenheim) bis kurz hinter die Johannesbrücke.
Den Auftakt bildete traditionell das Rennen der über 250 „Sponsoren-Enten“ – große, dekorierte Exemplare, mit denen Unternehmen und Vereine um den Wanderpokal wetteiferten. In diesem Jahr ging die Trophäe an die Showtanzgruppe „Hoppela“ der Kreechelberger Funken aus Schlich. Die Gruppe hatte sich bereits im Vorjahr angemeldet, um einen guten Zweck zu unterstützen; das Entenrennen hatte ihnen schon immer gefallen, ebenso wie der Gedanke, dabei etwas Gutes zu bewirken.
Es folgte das zweite Rennen mit 4.400 kleinen gelben Enten. Diese kosteten jeweils fünf Euro und waren bereits Wochen vor dem Rennen restlos ausverkauft. Die 20 schnellsten Enten wurden prämiert; für die schnellste Ente erhielt der Besitzer 1.000 Euro. Die Ente, die als letzte die Ziellinie überquerte, erhielt die Auszeichnung „Rote Laterne“ sowie – mit einem Augenzwinkern – ein Exemplar des Brettspiels „Mensch ärgere dich nicht“. Bürgermeister Frank Peter Ullrich, Schirmherr der Veranstaltung, ließ es sich nicht nehmen, persönlich anwesend zu sein und den Siegern zu gratulieren.
Der Erlös des Entenrennens fließt in Projekte für Kinder, Jugendliche und soziale Zwecke. Einmal jährlich wird auch eine bestimmte Summe an das Sozialamt gespendet; dieses setzt die Mittel nach eigenem Ermessen ein, um Menschen zu helfen, die sonst durchs Raster fallen könnten – etwa durch gezielte Unterstützung von Einzelpersonen vor Weihnachten.
„Die Menschen merken: ‚Die Gesellschaft kümmert sich um uns‘“, sagt Rennleiter Christopher Löhr. In der Vergangenheit finanzierte der Club beispielsweise – gemeinsam mit den beiden anderen Lions Clubs in Düren – einen mit Spielgeräten ausgestatteten Container sowie eine Sitzgelegenheit für Familien mit kleinen Kindern am Miesheimer Weg. Auch Lesepaten-Programme und das Projekt „Hospiz macht Schule“ gehören zu den Initiativen des Clubs. „Wo immer der Staat keine Vorkehrungen trifft, füllen wir die Lücke. Das ist unser Ansatz!“







